Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielt?

Was wäre, wenn Geld keine Rolle spielt?

Was wäre, wenn Geld mal keine Rolle spielt? Wie wären dann ein sinnvoller Job und zufriedenes Arbeiten möglich? 

“Was wäre, wenn”: Ein Gedankenspiel

Solche Gedankenspiele sind fantastisch, um neue Möglichkeiten zu entdecken. Insbesondere, wenn du gerade nur Nebel im Kopf und keine Ahnung hast, wie es beruflich weitergehen soll

Was wäre, wenn Geld in dieser Welt keine Rolle spielt?

Diese spannende Frage diskutiere ich gerade in einer Gruppe mit anderen Selbständigen.

  • Was würden wir tun?
  • Wie würden wir entscheiden?
  • Was würden wir anders machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

“Was wäre, wenn”: Warum die Frage nützlich ist

Wir tun quasi einen Moment so als ob.Wir tun so als ob Geld gar keine Rolle spielen würde.

Kinder tun das den ganzen Tag. Als Busfahrerin oder Verkäufer testen sie im Spiel Neues aus, sie erfahren neue Möglichkeiten.

Wir Erwachsenen können das auch noch. Manche von uns müssen eben ein bisschen probieren. Denn wir sind ja nicht blöd, wir wissen, dass wir in einer Welt leben, in der Geld sehr wohl eine Rolle spielt.

Nur überschätzen wir die Macht des Geldes oft.

Durch die zeitweise Annahme, dass Geld mal keine Rolle spielt, tricksen wir unser Hirn aus und lassen auch Möglichkeiten zu, die wir jetzt vielleicht noch nicht sehen.

Warum du nicht zuuuu realistisch sein solltest, wenn du dich beruflich neu orientieren willst, kannst du hier lesen. 

Neue Möglichkeiten sehen

Durch das Gedankenspiel können wir neue Wege finden, das zu leben, was uns wichtig ist, auch wenn Geld eine Rolle spielt.

Ganz vieles, von dem wir glauben, wir könnten es nur mit Geld tun, hängt tatsächlich gar nicht am Geld. Bspw. wie ich mich fühle, was ich tue usw.

Viele glauben, sie würden sich freier fühlen, wenn sie eine Million auf dem Konto hätten – oder auch mehr. Wenn Geld und das Gefühlsleben tatsächlich auf diese Weise zusammenhingen, gäbe es ausschließlich glückliche Millionäre… Ist aber nicht so.

Nimm mal für 5 Minuten an, dass Geld keine Rolle spielt.

Was würdest du anders machen?
Ich freu mich über deine Gedanken dazu!
PS: Hier kannst du den Podcast-Trailer reinhören. Der Podcast Vom Abrackern zur Sinnerfüllung startet am 31.08.2022.
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Wie du als introvertierte Selbstständige im Business erfolgreich bist

Wie du als introvertierte Selbstständige im Business erfolgreich bist

Wie können introvertierte Selbstständige ein Business gründen ohne sich zu verbiegen?

Muss ich extrovertiert sein, um im Business Erfolg zu haben?

Wie kann ich als introvertierte Person sichtbar werden ohne gleich zum Marktschreier zu werden?

Ein Gastartikel von Linda Kunze, Business-Mentorin & Expertin für leises Marketing.

Herausforderungen von Introvertierten

Bist du eine introvertierte Person, die gerne ein Business aufbauen würde oder hast du vielleicht bereits die ersten Schritte in deinem eigenen Business gewagt? Fühlt sich deine introvertierte und leise Art manchmal als richtiges Hindernis oder Business-Killer an, weil du das Gefühl hast, nicht gesehen zu werden? Denn niemand nimmt dich so richtig war?

In diesem Blogartikel möchte ich dir ein wenig über meinen Weg als introvertierte Selbstständige erzählen, dir Mut machen und auch geniale Tipps und Abkürzungen geben, die dein Business auf einen – für Introvertierte angenehmen und leichten – Erfolgskurs führen kann.

 

Was bedeutet es eine introvertierte Person zu sein?

Introvertierte Personen haben eine nach innen gerichtete Verhaltensweise und brauchen verstärkt Rückzugsorte und Erholungsphasen, um ihre Energiereserven wieder aufladen zu können.

In großen Gruppen sind Introvertierte oftmals passive Zuhörer und falls sie sich doch beteiligen, sind ihre Aussagen von vorne bis hinten komplett durchdacht und qualitativ hochwertig! Sie werden häufig als still und zurückhaltend beschrieben.

 

Warum es für dein Business wichtig ist, deine Introversion anzunehmen?

Kenne dich selbst!

Im ersten Schritt ist es zunächst wichtig, dass du dich mit deiner eigenen Introversion beschäftigst. Möglicherweise hast du nämlich dieses Persönlichkeitsmerkmal bisher einfach nur als Schwäche “abgestempelt” und gar nicht gesehen, dass introvertierte Menschen im Business richtig geniale Benefits für ihre zukünftigen Kund*innen anbieten können. (Zu den Benefits kommen wir gleich noch…)

Wichtig ist es aber an dieser Stelle zu verstehen, dass es nicht einen einzigen Grund gibt, warum du nicht in der Lage sein solltest, als Introvertierte, ein erfolgreiches Business aufzubauen.

Es braucht einfach nur eine Portion Selbsterkenntnis, Mut & Geduld!

Wenn du deine Introvertiertheit akzeptiert hast, wirst du plötzlich jede Menge Lösungen finden, wie du Kunden gewinnen kannst ohne direkt zur Marktschreierin werden zu müssen.

Denn es gibt – egal ob extrovertiert oder introvertiert – für jede Selbstständige eine passende Marketingstrategie. Und hier ein kleiner Spoiler vorweg – selbst die Social Media sind nicht zwingend einzusetzen, um online wahrgenommen zu werden.

 

Lerne deine Introversion zu lieben!

Auch ich hatte so viele Jahre mit meiner Introvertiertheit zu kämpfen, weil ich mir früher nie die Vorteile bewusst gemacht habe. Manchmal habe ich wirklich verzweifelt am Schreibtisch gesessen und alles in Frage gestellt. Denn meine Marketingstrategie war damals viel zu extrovertiert ausgerichtet.

Daher möchte ich dir gerne an dieser Stelle einen Überblick über die wichtigsten Vorteile deiner introvertierten Persönlichkeit geben. So, dass du diese einzigartigen Stärken für dich selbst und auch für deine zukünftigen Kund*innen erkennen und einsetzen kannst:

 

Empathie

Introvertierte Menschen können die Bedürfnisse und Wahrnehmungen von anderen Menschen sorgfältig und einfühlsam registrieren und diese Erkenntnisse in Projekte einfließen lassen.

Hohe Konzentration

Introvertierte Selbstständige arbeiten höchst konzentriert. Viele neigen auch zur Perfektion. Das bedeutet für Kunden, dass sie sich immer auf Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität verlassen können. Qualität gilt stets vor Quantität.

Extrem gute Beobachtungsgabe

Introvertierte Menschen nehmen mehr Reize und Informationen auf und können subtile Veränderungen im Außen sehr gut wahrnehmen. So können wertvolle Details in Projekte eingearbeitet werden.

Zuhören können

Introvertierte Selbstständige haben die besondere Gabe zuhören zu können. Damit meine ich aber nicht einfach nur zuzuhören, sondern wirklich die komplette Aufmerksamkeit dem Gegenüber (hier: dem Kunden) zu schenken und alle anderen Ablenkungen auszublenden.

Sie stellen wichtige Zwischenfragen, die dem Gegenüber verdeutlichen, dass sie seine Aussagen verstanden haben.

 

Introvertierte können zusätzlich auch nichtverbale Botschaften erkennen und diese korrekt einordnen, so dass die Gesamt-Botschaft inklusive aller Wünsche und Bedürfnisse des Kundens konstruktiv in das Projekt eingebracht werden kann.

Funktionierende Tipps für introvertierte Selbstständige

 

1. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun und ähnliche Ziele verfolgen

Es ist wichtig, dass du regelmäßig mit anderen Introvertierten in den Austausch gehen kannst, um zu spüren, dass alles ok ist. Denn die anderen haben genau die gleichen Herausforderungen wie du.

Eventuell sind sie auch bereits einen Schritt weiter und können dir Tipps geben und du kannst dich von ihren Erfolgen motivieren lassen.

 

2. Suche dir deinen passenden Arbeitsplatz

Für introvertierte Menschen ist ein Großraumbüro mit vielen (lauten) Menschen eine absolute Katastrophe, die letztendlich zu einem unproduktiven und anstrengenden Arbeiten führen würde.

Falls du nicht den Luxus hast, allein im Homeoffice arbeiten zu können, kannst du eventuell schauen, dass du dir eine ruhige, abgetrennte Arbeitsecke in einem größeren Büro einrichtest.

 

3. Achte auf Ruhephasen & Rückzug!

Es wird immer mal Phasen im Business geben, an denen der Kalender doch mal voller ist, als an anderen Tagen. Versuche dir bereits im Vorfeld Ruhephasen zwischen einzelne Termine zu legen, um deine Energie wieder aufladen zu können.

Du kannst z.B. an der frischen Luft spazieren gehen, einen leckeren Kaffee oder Tee genießen, ein inspirierendes Buch lesen, meditieren oder ins Journal schreiben….

 

4. Erweitere deine Komfortzone

Viele sprechen im Business von “Komfortzone sprengen” oder auch mal “über den eigenen Schatten zu springen”. Besonders Introvertierten werden diese liebgemeinten Tipps ständig vor die Nase gehalten, um ihr Business anzukurbeln und in Schwung zu bringen.

Ich allerdings empfinde es als viel leichter, die Komfortzone regelmäßig zu erweitern – anstatt direkt zu sprengen!

Wenn du dir täglich, wöchentlich oder monatlich eine Sache vornimmst, die dich ein wenig die Luft hinter deiner Komfortzone schnuppern lässt, ist das schon wunderbar!

Das könnte z.B. die Aufnahme deines Vorstellungsvideos für deine Start-Seite sein, ein Gast-Interview in einem Podcast, eine Website erstellen, ein Blogartikel schreiben, ein Google-My-Business-Eintrag erstellen, Newsletter schreiben…

 

5. Suche dir eine passende Marketingstrategie

Es gibt gefühlte 10.000 unterschiedliche Marketingstrategien auf dem Online-Business-Markt und jede einzelne soll angeblich für Extrovertierte & Introvertierte funktionieren.

“Funktionieren” ist hier die eine Sache – sich mit der Marketingstrategie identifizieren und mit echter Leichtigkeit umsetzen, eine andere Sache.

Als ich 2020 in die Selbstständigkeit gestartet bin, habe ich fälschlicherweise auf alle Stimmen um mich herum gehört. “Wenn du online erfolgreich mit deinem Business sein willst, dann MUSST du auf jeden Fall in den sozialen Medien aktiv sein!”.

Für viele extrovertierte Selbstständige ist das tägliche Selbstdarstellungs-Gedöns in den sozialen Medien, bestimmt mit Leichtigkeit zu rocken. Für die meisten Introvertierten, wie mich, sind soziale Medien leider eine absolute Qual.

Täglich hochwertige Postings zu erstellen, die dann zwischen den anderen (meist oberflächlichen) Postings und Anzeigen landen und nach 3-4 Stunden nur eine mickrige Anzahl an Nutzern erreichen bis sie komplett im Nirgendwo verschwinden, fühlte sich für mich einfach nur anstrengend an.

Hier ist es wirklich wichtig auf das eigene Bauchgefühl zu hören und zu schauen, was wirklich passt.

Denn ganz ehrlich: Deine Zielgruppe merkt direkt, ob du dich auf einer Plattform wirklich wohlfühlst oder nicht.

Folgende Marketing-Strategien haben sich bei mir und meinen introvertierten Kundinnen bewährt:

  • SEO-Marketing
  • E-Mail-Marketing
  • Pinterest-Marketing
  • Blog-Marketing

Ein anschließender passender Sales-Funnel-Aufbau ist natürlich für den Business-Erfolg unerlässlich.

 

Erfolgreiches Business funktioniert auch für introvertierte Selbstständige!

Wir können folglich festhalten, dass mit dem richtigen Mindset und der passenden Marketing-Strategie ALLES für Introvertierte im Online-Business möglich ist.

Der Trend bewegt sich ohnehin weg von den kurzlebigen und anstrengenden sozialen Medien hin zu nachhaltigen und ganzheitlichen SEO-Marketinglösungen.

Wenn du gerade selbst in einem extrovertierten Business-kuddelmuddel feststeckt, kannst du dich gerne für ein kostenfreies Kennenlerngespräch bei mir melden.

Über Linda Kunze

Linda lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Westfalen. 

Als Business-Mentorin & Expertin für leises Marketing unterstützt Linda introvertierte Unternehmerinnen mit Hilfe ihres Human Designs ihr Business auf Erfolgskurs zu bringen – ohne lautes & nerviges Selbstdarstellungs-Gedöns in den sozialen Medien! Hier kannst du alles über die Leisepreneur® – Marketingstrategie erfahren.

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Was will ich wirklich?

Was will ich wirklich?

Die Frage „Was will ich wirklich“ beschäftigt viele Menschen, die unzufrieden im Job sind. Hier erfährst du, worum es dabei geht, welche Fehler du vermeiden solltest und wie du gute Antworten findest.

  

Was will ich wirklich?

Viele Menschen bemerken irgendwann, dass ihr Job nicht zu ihnen passt. Sie bemerken, dass sie irgendwie am falschen Platz gelandet sind. Doch sie wissen nicht, was sie stattdessen wollen. Dann fragen sie sich „Was will ich wirklich?“.

Es kann auch sein, dass vielleicht gar nicht soo viel schief läuft beruflich. Und doch ist da das Gefühl, dass da noch was anderes ist. Da ist eine Sehnsucht, dass du auch anders leben und arbeiten könntest. Da sind vergessene Träume, die aus der Ferne dennoch rufen.

Die Frage „Was will ich wirklich?“ hilft dir dein Wirkliches zu finden.

Wie Anpassung dich blockiert

Was bedeutet: Was will ich wirklich?

Was genau mit der Frage gemeint ist, ist natürlich individuell unterschiedlich. Doch im Kern geht es immer um etwas Wichtiges, etwas Wesentliches.

  • Welchen Job will ich?
  • Was will ich arbeiten?
  • Was will ich beruflich machen?
  • Was will ich in meinem Leben?
  • Wer will ich sein?
  • Wie will ich sein?
  • Womit möchte ich mein Leben verbringen?
  • Was möchte ich in meiner begrenzten Lebenszeit tun?
  • Was liegt mir angesichts der Endlichkeit des Lebens wirklich am Herzen?

 

Warum die Frage wichtig ist

„Was will ich wirklich“ ist ein Hinweis, dass dir in deinem Leben etwas fehlt. Das Wirkliche. Was auch immer das für dich ist und wie weitreichend es ist.

Zu wissen, was du willst, gibt dir Orientierung und lässt dich leichter deinen beruflichen Weg finden.

Typische Fehler bei der Suche nach Antworten

Es gibt ein paar Dinge, die solltest du vermeiden, wenn du herausfinden willst, was du wirklich willst. Denn diese Fehler kosten sehr viel Energie und Lebensfreude.

  • Immer wieder erlebe ich, dass Kundinnen sich festbeißen an der Frage „Was will ich wirklich“. Sie denken, diese Frage sei waaaahnsinnig wichtig und sie müsste jetzt sofort zu klären sein.
  • Viele denken, man könnte nur gut weitermachen, wenn man eine eindeutige, zufriedenstellende Antwort und die EINE Sache findet. (Siehe auch hier mehr Infos zu den Irrtümern: “Ich muss sofort wissen, was ich wirklich will” und “Ich muss eine perfekte Vision für meine berufliche Zukunft haben”
  • Manche bremsen sich innerlich aus und lassen insgeheim doch nur „vernünftige“ Antworten auf die Frage „Was will ich wirklich“ zu. Manche befürchten, dass etwas Neues nicht in ihre bisherige bekannte Welt passt. (Hier erfährst du, was du gewinnst, wenn du nicht realistisch bleibst.)
  • Die meisten sehen das Offensichtliche vor der eigenen Nase nicht. Sie zermürben sich mit der Frage nach ihrer wahren Berufung und dem, was sie wirklich-wirklich wollen und erkennen ihre offensichtlichen Talente nicht als solche an. Und diese Talente und Stärken sind ein Schlüssel zu dem, was deine Berufung ist.

 

„Was will ich wirklich“: Die Frage ist zu groß!

Viele beginnen direkt mit der großen Frage:

„Was will ich wirklich hier mit meinem Leben machen und welchen atemberaubenden Beitrag möchte ich für die Welt und das Universum leisten? (in den nächsten sechs Monaten!)“

Ja, bei der Formulierung übertreibe ein bisschen, aber der Kern stimmt!!

So eine Frage lähmt dann eher als dass sie einen interessanten Ideentanz auslöst.

Geschäftsidee XY? Nee, hat Müller schon gemacht und es ist nicht besonders genug.

Job im Bereich XY? Nee, da gibt es soo viele, die das können. Oder: Das kann ich nicht gut genug.

Videos machen? Nee, kann ich ja nicht. Gibt’s außerdem schon.

Ein Buch schreiben? Nee, gibt’s schon. Außerdem ist das nicht weltbewegend genug.

berufliche Neuorientierung Tipps

Dauerbeschäftigt. Ohne Ergebnisse!

So eine riiiesige Frage hält dich dauerbeschäftigt. Ohne Ergebnisse!

Eine typische Falle, in die die Informationssammler auf der Suche nach dem perfekten Ergebnis tappen. Hier beschreibe ich dir, wie du eine berufliche Entscheidung richtig triffst – ohne im Informationsberg unterzugehen.

Du fragst dich, worin du wirklich-wirklich und unumstößlich absolut genial und die Aller-Aller-Einzige bist, die sowas tun kann. Das kannst du aber gar nicht finden. Es ist unmöglich.

So besteht die Gefahr, dass du in dieser depremierenden Schleife aus Sehnsucht und Suche gefangen bleibst. Möglicherweise ist dieses Beharren auf dem „was ich am allerwirklichsten will“ ein Phänomen des Kapitalismus, der uns glauben macht, dass es immer noch mehr gibt, noch besser, noch optimierter.

Ja, ich weiß, Kapitalismuskritik ist nicht überall gern gesehen. Aber hey, die Welt, wie wir sie kannten, wankt und es wird dringend Zeit für neues menschliches Wirtschaften, bspw. Gemeinwohlökonomie.

 

„Was will ich wirklich“ im Kleinen beantworten

Meine Herzensempfehlung an dich ist dies: Beginne bei der Beantwortung der Frage “Was will ich wirklich” mit kleinen Schritten. Was meine ich damit?

Frage dich, was will ich jetzt im Moment und hier gerade? Wie fühle ich mich, wenn ich das lese? Will ich noch mehr davon (oder ist mein Kopf voll)? Was will ich jetzt hier gerade?

Wie willst du die Frage, was du mit deinem Leben machen willst, beantworten, wenn du jetzt, hier und heute nicht mal klar sagen kannst, was du im Kleinen gerne tun möchtest?

  • Willst du die Mittagspause heute allein oder mit Kollegen oder ganz anders verbringen?
  • Willst du heute zu Fuß gehen statt Auto zu fahren?
  • Willst du heute etwas Inspirierendes lesen oder schauen oder Serien bingen?

Die Liste kannst du beliebig weiterführen, denn es gibt ja IMMER-IMMER etwas, das du tust. Auch wenn das scheinbar keine weltbewegenden Dinge sind. Es sind einfache Dinge, die du mit einem klaren Kopf einfach beantworten kannst.

Also beginne gleich damit, diese Frage „was will ich wirklich“ wirklich ernst zu nehmen. Wenn du im Kleinen immer wieder ehrliche Antworten findest, wird es auch einfacher die „große Frage“ zu beantworten.

 

Herausfinden, was du wirklich willst

Im beruflichen Coaching teilen wir die Frage „Was will ich wirklich“ in Aspekte auf, so dass sie gut zu beantworten ist.

Starte hier: Im Sinnerfüllungs-Arbeitsbuch kannst du auf leichte Art erkennen, wie dein beruflicher Weg weitergehen soll. So vergeudest du keine Lebenszeit mehr am falschen Platz.

Lass mich wissen, was du Neues für dich entdeckt hast!

Im Fluss des Lebens & Schubladen-Schönheit

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Das Hochstapler-Syndrom – Der Grund für deine Selbstzweifel?

Das Hochstapler-Syndrom – Der Grund für deine Selbstzweifel?

Wenn du permanent an dir und deinen Fähigkeiten zweifelst, könnte das Hochstapler-Syndrom der Grund dafür sein. Es ist wichtig, dass du das Hochstapler-Syndrom kennst und weißt, wie du damit umgehen kannst, falls du betroffen bist.

 

Ich bin ein Hochstapler?!

Als ich zum ersten Mal vom Hochstapler-Syndrom gehört habe, hat es mir total überraschend die Augen geöffnet. Ich hatte ja keine Ahnung, dass auch andere sich wie Betrüger fühlten und dass das mit einem verdrehten Selbstbild zu tun hat.

Viele Menschen fühlen sich in ihrem Job wie ein Hochstapler, die sich unter Vortäuschung falscher Tatsachen eine Position erschlichen haben, die sie gar nicht ausfüllen können.

Sie zweifeln ständig an ihren Fähigkeiten und die Angst, aufzufliegen, belastet sie. Wenn es dir so geht, solltest du unbedingt wissen, dass das Hochstapler-Syndrom der Grund für deine Selbstzweifel sein könnte.

Hochstapler-Syndrom - man fühlt sich überschätzt

Wie zeigt sich das Hochstapler-Syndrom?

Vielleicht kennst du das von dir: Du bist neu im Job, hast dich ganz passabel eingearbeitet, kommst mit den Kolleginnen gut aus. Dass ausgerechnet du diesen Job bekommen hast, kannst du dir nicht ganz erklären. Es muss Zufall gewesen sein oder die Chefetage hat sich in dir geirrt. Womöglich sehen die Vorgesetzten mehr in dir als du tatsächlich bist.

Doch dir sitzt die Angst im Nacken, dass du auffliegen könntest. Dass deine Chefin dich mit deiner Inkompetenz konfrontiert. Dass deine Kollegen sich darüber kaputtlachen, wie unfähig du bist. Dass sie bemerken könnten, was für eine Fehlbesetzung du für diese Position bist.

In deinem Kopf spielt sich womöglich schon das Szenario ab, wie du vor versammeltem Team als Hochstaplerin enttarnt wirst. Dann wirst du auffliegen. Alles wird rauskommen. Dass du diesen Job gar nicht machen kannst, gar nicht die Kompetenzen dafür hast. Nur hat es eben noch niemand bemerkt.

Latent ist permanent diese Angst da, aufzufliegen. Ständig ist da dieses nervöse Stressgefühl, dass sie dich enttarnen. Dadurch hast du Angst, dass dir auch nur der kleinste Fehler passieren könnte. Mit dieser Angst ist kein sinnerfülltes Arbeiten und Leben möglich.

Nun solltest du wissen, dass das, was du erlebst, einen Namen hat. Und du bist nicht allein damit.

Der Grund für deine Selbstzweifel ist nicht die Fehleinschätzung deiner Vorgesetzten. Der Grund ist womöglich das Hochstapler-Syndrom, auch Hochstapler-Selbstkonzept, Impostor-Syndrom, Impostor-Phänomen.

Menschen, die vom Hochstapler-Syndrom betroffen sind, sind insgeheim überzeugt, ihre Erfolge nicht gar nicht verdient zu haben.

Menschen mit Hochstapler-Syndrom sehen ihre Erfolge nicht

Was ist das Hochstapler-Syndrom?

Eigentlich bezeichnet das Wort Hochstapler einen Betrüger. Hochstapeln bedeutet laut Duden “in betrügerischer Absicht [und mit falschem Namen] eine hohe gesellschaftliche Stellung o. Ä. vortäuschen und das Vertrauen der Getäuschten durch massive Betrügereien missbrauchen.”

Beim Hochstapler-Syndrom halten sich Betroffene für Hochstapler, obwohl sie kompetent und erfolgreich sind! 

Das Hochstapler-Syndrom ist ein psychologisches Phänomen, bei dem Betroffene an ihren Fähigkeiten zweifeln. Selbst berufliche Erfolge führen sie nicht auf ihre Kompetenz und ihr Engagement zurück, sondern erklären sie sich mit Zufall, Glück oder dadurch, dass andere sie überschätzt haben.

Selbst- und Fremdwahrnehmung klaffen bei Menschen mit diesem Selbstkonzept weit auseinander. Betroffene sind überzeugt, nichts (oder nicht viel) drauf zu haben. Ihr Umfeld hingegen hält sie für fähig und erkennt auch anhand der guten Arbeitsergebnisse, dass sie fähig sind.

Menschen mit Hochstapler-Selbstkonzept führen ihr berufliches Weiterkommen nicht auf sich selbst, sondern auf Glück, Zufall oder Überschätzung durch andere zurück. Darum befürchten sie einen einmaligen Erfolg nicht wiederholen zu können. Sie meinen ja, ihn selbst nicht “gemacht” zu haben.

Das Hochstapler-Syndrom an sich ist keine Krankheit oder psychische Störung, sondern eher ein Wesensmerkmal und eine bestimmte Art, sich selbst zu sehen. Wenn du allerdings unter den Selbstzweifeln und der vermeintlichen Hochstapelei sehr leidest und starke Symptome hast, solltest du dich an eine Psychotherapeutin wenden.

Hochstapler-Syndrom: Woran kannst du es erkennen?

Je nach Studie haben 40% bis 70% der Menschen das Hochstapler-Syndrom und glauben nicht an ihre Fähigkeiten. Das Verrückte: Die meisten haben keine Ahnung, dass sie das Impostor-Syndrom haben. 

Es gibt eine Reihe von Gedanken und Gefühlen, die mit dem Hochstapler-Selbstkonzept einhergehen.

Wenn du diesen Aussagen zustimmst, kann es sein, dass du betroffen bist.

  • Ich bin nicht gut genug für den Job.
  • Ich habe Angst, dass jemand bemerkt, dass ich das alles gar nicht kann.
  • Mein Umfeld überschätzt mich.
  • Es fällt mir schwer, um Hilfe zu bitten.
  • Ich habe keine beruflichen Erfolge. 
  • Lob kann ich schwer annehmen.

Folgen des Hochstapler-Syndroms

Das Hochstapler-Syndrom hat etliche negative Folgen:

  • Dauerstress
  • emotionale Belastung durch die Angst, aufzufliegen und die Angst vor Fehlern 
  • Überperformen durch Dauerarbeit oder Aufschieben von Aufgaben (Prokrastination) und dadurch weiterer Stress
  • viel Zeit für Arbeit und dadurch Vernachlässigung anderer Lebensbereiche (Freizeit, Gesundheit, Familie)
  • unter Umständen auch psychosomatische Beschwerden wie Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen
  • mentale Dauerbeschäftigung mit Arbeitsthemen, dadurch wenig Energie für andere Themen (wie berufliche Neuorientierung)

Diese negativen Auswirkungen machen wohl deutlich genug, dass es so nicht weitergehen kann.

Auch bei beruflicher Neuorientierung und der Suche nach mehr Sinnerfüllung in der Arbeit kann das Hochstapler-Phänomen den Betroffenen gehörig im Weg stehen. Denn, wer glaubt, nix zu können, kann sich auch schwer vorstellen, welche anderen beruflichen Wege ihm noch offen stehen. Zu den Irrtümern, die die meisten Menschen haben zu beruflicher Neuorientierung im Kopf haben, erfährst du hier mehr.

Im nächsten Abschnitt erfährst du darum, was du tun kannst. 

Hochstapler-Syndrom Folgen

Was man beim Hochstapler-Syndrom tun kann

Was kann man tun, um das Hochstapler-Syndrom zu überwinden bzw. besser damit zu leben? Vielen Betroffenen hilft es schon enorm, zu wissen, dass es das Syndrom überhaupt gibt.

Selbsterkenntnis

Der wichtigste Schritt, um besser mit dem Hochstapler-Syndrom umzugehen, ist das Wissen, dass es das gibt und dass man betroffen ist. Die Gedanken des Selbstzweifels haben nichts mit der Realität zu tun, sondern sind in diesem (verdrehten) Selbstkonzept begründet.

Dass man betroffen ist, sollte man erst einmal “verdauen”, dann akzeptieren und einen guten Umgang damit finden.

Fehlertoleranz

Alle machen Fehler. Auch du. Ein Fehler wird dich nicht dein Ansehen und deinen Job kosten. Ein guter Umgang mit Fehlern ist viiiel konstruktiver als angstvolle Fehlervermeidung. Fehler können neue Wege und Möglichkeiten eröffnen, Verbesserungen und Innovationen anstoßen.

Lob & Erfolge annehmen

Finde so eine Art “objektive Anker”. Anstatt deine Erfolge und Anerkennung kleinzumachen, kannst du sie als Anker für deine Orientierung verwenden. Leg eine Erfolgsliste an und führe sie fort. Was ist die gelungen? Wie hast du das geschafft?

Sei aufmerksam für Lob und Anerkennung durch andere. Statt “Ach, das war doch nichts Besonderes. Das kann doch jeder.” sagst du bitte: “Danke.” oder nächstes Level: “Danke. Ja, das freut mich auch.” oder übernächstes Level: “Danke. Was daran findest du denn besonders gelungen?”

Klarheit über das berufliche Profil

Verschaffe dir ganz sachlich Klarheit über dein berufliches Profil. Liste deine Abschlüsse, Kenntnisse, Stärken auf. In dieser einfachen 3-Schritte-Anleitung für berufliche Veränderung findest du Hinweise dazu.  

Hier kannst du herausfinden, ob ein berufliches Coaching dir etwas bringen kann.

Inspiration durch andere Menschen mit Hochstapler-Syndrom

Zum Glück sprechen mittlerweile mehr Menschen über das Hochstapler-Selbstkonzept und wie es sie selbst betrifft. So kannst du mehrere TED Talks zum Thema finden.

Einen besonders kurzweiligen und inspirierenden TED Talk von Mike Cannon-Brokes findest du hier. Schau ihn dir unbedingt an. Du wirst danach anders über dich denken.

 

Was wird dann möglich?

Wenn du das Hochstapler-Syndrom annimmst und bewusster damit umgehst, eröffnen sich dir neue Möglichkeiten für ein sinnerfülltes Berufsleben.

Du machst dich nicht mehr reflexartig klein. Du kannst deine Stärken und Fähigkeiten besser erkennen und auch würdigen. Dadurch gelingt es dir, dich selbstbewusster und stimmiger in deine Arbeit einzubringen, mit dem was du kannst.

Du nimmst deine Erfolge nicht mehr auf die leichte Schulter, sondern erkennst sie als solche an und verstehst, wie du sie erreicht hast. Es ist niie nur Zufall. Wenn du dir deiner Erfolge bewusst bist und sie würdigst, kannst du viel sicherer und bestimmter in Mitarbeitendengesprächen oder Vorstellungsgesprächen auftreten.

Weniger Stress und Angst vorm Scheitern führen letztlich zu einem entspannteren Arbeiten. So ist ein sinnerfülltes Berufsleben viel leichter möglich.

Was denkst du, bist du vom Hochstapler-Syndrom betroffen?

Jetzt, wo du das Hochstapler-Syndrom kennst, was kannst du dann anders oder neu betrachten?

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Nichts ist real

Nichts ist real

Was du tun kannst, wenn du bei deiner beruflichen Veränderung blockiert bist.

 

Alles ist schon gefiltert

Mach dir bitte folgendes bewusst:

Nichts ist real.

Nichts.

Alles, was wir sehen, hat unsere Wahrnehmung schon gefiltert.

Alles, was wir hören, hat unsere Erfahrung schon gefiltert.

Wir sehen besonders die Menschen, die Verhaltensweisen und Situationen, die uns in der Vergangenheit schon verärgert haben.

Wir sehen nicht neutral, was abläuft

Und doch beharren wir oft auf unserer Weltsicht. Wie sehr beharren wir doch darauf, Recht zu haben, dass diese Situation fürchterlich und dieser andere Mensch ein Widerling ist.

Es ist nicht so.

Wir SEHEN es nur so.

Das klingt vielleicht erst einmal seltsam oder schockierend. Es fühlt sich doch so real an. Und wir sind uns doch zu 100% sicher, dass der Schulze ein Idiot ist, der Job wahlweise öde oder die Arbeit zu viel.

Das sind unsere individuellen Wirklichkeiten.

Es ist nicht DIE Wirklichkeit.

Die Frage ist: Was bringt es uns, wenn wir mal mit dem Gedanken spielen, dass unsere Wirklichkeit nicht in Stein gemeißelt ist?

Was, wenn wir es auch anders sehen könnten?

Dann könnten wir erkennen, dass wir uns entschieden haben, dass unser Leben so ist.

Zum Beispiel auch unser Berufsleben.

Denn dafür haben wir uns auch irgendwann einmal (unbewusst) entschieden.

Dann könnten wir erkennen, dass der Job nicht zu uns passt, dass wir beruflich noch nicht unsere Vision leben, dass wir gar keine lebendige Vision von einem sinnerfüllten Leben haben.

Du hast diesen Weg gewählt.

Jetzt kannst du neu wählen.

Gerne mit mir zusammen. Schreib mir einfach eine Nachricht.

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Berufliche Neuorientierung:  Das Hilft bei Nebel im Kopf

Berufliche Neuorientierung: Das Hilft bei Nebel im Kopf

Hier erfährst du, warum phasenweiser Nebel bei beruflicher Neuorientierung normal ist und was in so einer Phase tun kannst.

Beruflich neue Wege gehen

Wenn du dich beruflich neu orientierst, dir mehr Sinn in deinem Job wünschst, beginnt ein Veränderungsprozess. Da kann es sein, dass du auch mal verwirrt und total unklar bist, richtig vernebelt sogar.

Kürzlich erzählte mir eine Klientin, dass sie nun glasklar erkannt und verstanden habe, dass sie beruflich am falschen Platz ist.

Sie stellt sich die Frage: “Wie kann es für mich im Job weitergehen? Was ist eine gute Richtung für mich?”.

Gemeinsam entwickeln wir nun Ideen, wie es weiter gehen kann und was sie mehr mit Sinn erfüllt. Diese Ideen sind zarte Pflänzchen. Noch dazu welche, die ungewohnt und neu sind, die auch ein banges Gefühl auslösen. (“Selbständigkeit? Ist das was für mich?”, “Wie erkläre ich das meiner Familie? Die kennen mich so verlässlich in meinem Beruf?”, “Was, wenn ich scheitere?”, “Was, wenn mir alle reinreden? Halte ich das aus?”).

Nicht wissen macht unruhig

Nicht genau zu wissen, wie es weitergeht, macht unruhig.

Allerdings kann sie jetzt im Moment noch nicht zu 100% sehen, wo sie zukünftig beruflich sein wird, was sie konkret mit wem wie und wo macht.

Das macht sie unruhig, ungeduldig. Sie sagt, dass sie im Nebel steht. Sie zieht an ihm, rüttelt und möchte ihn mit einem kräftigen Ruck zur Seite reißen, um endlich klar zu sehen.

Vielleicht kennst du das von dir – diese Unklarheit, den Nebel, die Ungeduld?

Berufliche Neuorientierung: Nebel im Kopf gehört dazu

Diese Nebelphase ist ganz normal. Der Nebel ist normal. Das möchte ich dich unbedingt wissen lassen. Es liegt nicht an dir und dass du “es einfach nicht hinbekommst”, sondern es liegt in der Natur von Veränderungsprozessen.

Alle, die sich intensiv damit beschäftigen, was sie wirklich wollen und was sie erfüllt, kennen diese Phase der Unklarheit.

Das Alte soll weg, das Neue ist noch nicht da.

Das kann ziemlich unangenehm sein.

Umso wichtiger ist es, sich bewusst zu machen, dass der Nebel zu deinem Weg dazugehört und sich auch lichten wird. Allerdings habe ich ehrlich gesagt noch nicht erlebt, dass der Nebel durch Daran-ziehen verschwindet.

Beruflich unklar: Das hilft bei Nebel im Kopf

Wenn du jetzt in einer solchen Nebelphase bist und nicht weißt, wie dein beruflicher Weg weitergeht, gebe ich dir ein paar Impulse.

#1 Weitergehen

Wie könntest du von hier, trotz Nebel, auf deinem Weg weitergehen? Ist das gerade möglich oder nicht? Wie möchtest du das tun? Langsam tastend, still, singend..?

 

#2 Gefährten finden

Was, wenn du mal in den Nebel hineinrufst? Vielleicht ist da eine Weggefährtin in deiner Nähe, der dich zwar auch noch nicht sehen, aber hören kann? (In einem telefonischen Vorgespräch können wir uns definitiv hören!)

 

#3 Abwarten & Durchatmen

Was, wenn du hier abwartest bis du den Weg wieder sehen kannst?

Wann hast du das letzte Mal nichts getan (ich meine: wirklich gar nichts)?

Du könntest die Zeit auch für viele gute Dinge nutzen, zum Beispiel:

 

#4 Die Situation analysieren

Du könntest überlegen, wie du hierhergekommen bist, was du auf deinem weiteren Weg mitnehmen willst, was du zurücklassen willst.

 

#5 Superkräfte aktivieren

Du könntest dich an deine Superkraft erinnern, die dich über den Nebel hinaushebt oder eine Nebel-Sicht-Brille erfinden. (Ja, warum denn nicht?!)

Was ist deine geheime Superkraft, die dich schwierige Zeiten hat überstehen lassen? Was ist deine Fähigkeit, die dir auf deinem bisherigen Weg geholfen hat? Wie könnte sie dir bei der aktuellen Unklarheit helfen?

 

#6 In die Zukunft schauen

Du könntest dir ausmalen, wie deine berufliche Welt aussehen soll, wenn der Nebel sich lichtet. Wie möchtest du arbeiten? Mit wem möchtest du deine Zeit verbringen? Welchen Wert möchtest du stiften? Was würde dich mit Freude und Sinn erfüllen und dich morgens gerne aufstehen lassen?

 

#7 Mit inspirierenden Menschen sprechen

Sprich mit Menschen, die beruflich sinnerfüllt auf dich wirken. Frag sie nach ihrem Weg. Lass dich von ihren Höhen und Tiefen inspirieren. 

Bestimmt fällt dir auch noch etwas ganz anderes ein! Lass es mich gerne wissen.

 

Der Weg aus dem Nebel

Wenn du gerade vernebelt und unklar bist, entscheide dich bitte für eine der oben genannten Ideen. Tu das nicht nur im Kopf, sondern mach es tatsächlich. Schau was passiert und wie du deinen Weg der beruflichen Neuorientierung klarer weitergehen kannst.

Ich begleite meine wundervollen Klientinnen durch diese Nebelphase in ein sinnerfülltes Berufsleben. Vielleicht auch dich?

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