Eigentlich möchtest du gerne etwas Neues machen, etwas Anderes. Du denkst über einen Jobwechsel nach, einen beruflichen Neubeginn in einer ganz anderen Branche, vielleicht sogar eine Selbständigkeit oder eine ganz neue Ausrichtung als Unternehmerin.

Fakt ist: Der alte Job taugt nicht mehr. Am Sonntagabend graut dir schon vorm ewig gleichen Einerlei im Büro. Unzufrieden hangelst du dich von Woche zu Woche und sehnst den nächsten Urlaub herbei.

Doch du hast Bedenken, dass das mit der beruflichen Neuorientierung nicht klappt.

Du fragst dich, ob du die Sicherheit aufgeben sollst. Ja, der Job füllt dich nicht aus, er macht dich unglücklich – doch immerhin, weißt du, was du hast. Schließlich weißt du nicht, was stattdessen Neues kommen soll – Am Ende ist das noch viel schlimmer?

Die meisten Menschen haben Irrtümer zu beruflicher Neuorientierung im Kopf.

Darum benenne ich hier ganz klar 3 große Irrtümer, damit du sie erkennen kannst. Außerdem habe ich ANTI-Irrtum-Übungen für dich erstellt, mit denen du die Irrtümer überwinden und zu neuen beruflichen Ufern aufbrechen kannst.

 

IRRTUM #1: ICH MUSS JETZT SOFORT WISSEN, WAS ICH WIRKLICH WILL

Du möchtest beruflich neu beginnen und glaubst, du musst dir nur einmal den Kopf zerbrechen, was du wirklich willst und dann ist alles klar. Es ist ein Mythos, dass du JETZT SOFORT wissen musst, was du wirklich willst.

“Wenn ich wüsste, was ich will, dann wäre alles klar. Aber ich weiß nicht, was ich wirklich will! Ich weiß es einfach nicht. Aber ich muss es doch JETZT wissen.”

Das ist eines DER THEMEN, mit denen Menschen zu mir kommen. Weil sie nicht wirklich wissen, was sie wollen, sind sie unzufrieden mit ihrer Arbeit, wissen aber auch nicht, was sie stattdessen wollen.

Das ist anstrengend, kostet Energie und zermürbt. Die Idee, dass sie JETZT SOFORT genau wissen müssten, was sie wollen, macht manche richtig fertig. Bei den meisten Menschen funktioniert es nicht auf Knopfdruck, dass sie wissen, was sie beruflich wollen.

Vielleicht hast du dein Leben bisher auch eher so geführt, dass es den Wünschen anderer entspricht.

Woher sollst du dann auf einmal tiefe Gewissheit über deine eigenen Wünsche haben?

Nun eine richtig gute Nachricht für dich:

Du musst JETZT nicht exakt bis ins letzte Detail wissen, was du wirklich willst. Du musst gar nichts im Hauruck-Verfahren erledigen.

Du musst jetzt nur bereit sein, dich spielerisch mit der Frage zu beschäftigen. So kannst du Schritt für Schritt herausfinden, womit du dein (Berufs-)Leben verbringen willst, welchen Beitrag du leisten möchtest, welchen Unterschied dein Tun für dich und andere machen soll.

ANTI-Irrtum-Übung – Damit du berufliche Klarheit erlangst

Ergänze den folgenden Satzanfang spontan mit den Worten, die dir jetzt und hier in den Sinn kommen. Völlig unzensiert, ohne darüber nachzudenken. Schreib das erste auf, das dir einfällt.

Denke bei dem folgenden Satzanfang an deine berufliche Tätigkeit und auch darüber hinaus. Es muss für niemanden sonst Sinn machen. Alle Antworten sind wichtig und können dich auf neue Ideen bringen.

Deine Aufgabe:

  • Nimm dir Stift und Papier.
  • Finde mindestens 10 „Satzenden“ für diesen Satzanfang:
    „Wenn ich wüsste, dass es auf jeden Fall klappt und erfolgreich ist, dann würde ich…“
  • Schreib deine Sätze auf. Notiere auch Wiederholungen oder Antworten, die ähnlich sind.
  • Erweiterte Aufgabe für Streber und Tieftaucher: Vervollständige eine Woche lang JEDEN TAG diesen Satz.
  • Drücken zählt nicht und “im Kopf machen” auch nicht.
  • Beobachte deine Antworten. Was wird dir klar?

Lass mich wissen, was du Neues oder Bekanntes entdeckst!

 

Irrtum #2: Ich muss eine PERFEKTE Vision für meine berufliche Zukunft haben.

Wer sich umorientiert, ist manchmal blockiert von der Idee, eine ganz genaue Vorstellung von der beruflichen Zukunft haben zu müssen.

Allerdings ist es ein Mythos, dass du JETZT eine perfekte, super feingeschliffene Vision für dein ganzes Leben haben musst, um deine beruflichen Weichen neu zu stellen.

Du brauchst jetzt nur ein bisschen über deinen gewohnten Tellerrand zu schauen und deine Wünsche ernst zu nehmen.

Was ist eine Vision?

Eine Vision ist eine Sehnsucht, die dich motiviert und inspiriert.

Eine Vision ist eine lebendige, emotionale Vorstellung deines Lebens in der Zukunft – so als ob es jetzt schon erfüllt wäre.

Eine Vision muss nicht total weltbewegend sein und nur „große Dinge“ enthalten. Sie beschreibt einfach deinen Wunschzustand in der Gegenwart formuliert. Visionen sind sehr individuell und können daher ganz, ganz unterschiedlich sein.

Deine Vision für deine berufliche Zukunft muss nur für dich selbst Sinn machen.

Niemand anderes beurteilt oder „genehmigt“ deine Vision. Rate mal, wer die Person ist, die dir diese berührende, inspirierende, lebendige Vision genehmigt? (Ja, du.)

Wenn du leise wirst und auf dich selbst hörst, wenn du das ganze „Ich-sollte…“, „Ich müsste…“ abschälst, dann findest du heraus, was du willst und was gut für dich ist. Also hab Geduld und vertrau darauf, dass ein Teil von dir die Antworten kennt.

 

Nun eine richtig gute Nachricht für dich:

Du brauchst JETZT keine perfekte Vision für dein gesamtes Leben um deine beruflichen Weichen neu zu stellen und um sinnvoller zu arbeiten. (Perfekt und lebendig gehen sowieso selten Hand in Hand.)

Du musst jetzt nur bereit sein, dich spielerisch mit dem Thema zu beschäftigen.

 

ANTI-Irrtum-Übung – Damit du deine berufliche Vision findest

Deine Aufgabe:

  • Nimm dir Stift und Papier.
  • Schreib die Vision deines Lebens in 5 Jahren auf.
  • Notiere einfach alles, was dir in den Sinn kommt. Du kannst dich an diesen Fragen orientieren:
  • Wer bin ich dann? Wie bin ich dann?
  • Was tue ich? Wie tue ich es?
  • Was habe ich? Wer ist mit mir zusammen?
  • Drücken zählt nicht und “im Kopf machen” auch nicht.
  • Beobachte deine Antworten. Was wird dir klar?

Lass mich wissen, was du jetzt erkennst! 

IRRTUM #3: ICH SOLLTE KEINE SCHWÄCHEN HABEN

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass du im Berufsleben völlig fehlerfrei und ohne jede Schwäche sein musst. Es ist schlichtweg falsch, dass du perfekt sein müsstest (Für wen denn eigentlich? Nach welchen Maßstäben?), um das Berufsleben zu führen, das du dir so sehr wünschst.

Warum ist das so?

Stärken und Schwächen sind keine statischen Größen.

Was du (oder andere) als Stärke oder Schwäche wahrnimmst, hängt von deinem (Arbeits-) Umfeld und von deinem Selbstbild ab. Ein drastisches Beispiel: Im Finanzamt wird kreatives Denken nicht so sehr geschätzt wie in einer Werbeagentur. Stärken und auch Schwächen sind kontextabhängig.

Die meisten Menschen können aus dem Eff-Eff ihre Schwächen benennen und glauben, sie wären alle gleich bedeutsam.

Nun eine richtig gute Nachricht für dich: Die meisten Schwächen sind schnurzegal.

Natürlich sind „Schwächen“ relevant für dein Berufsleben. Aaaber Schwäche ist nicht gleich Schwäche. Es gibt verschiedene Arten von Schwächen, die sich unterschiedlich auf dein (Berufs-) Leben auswirken. Es gibt die „Stärken-Schwächer“ und die „Kann-ich-nicht-mag-ich-nicht-Schwächen“.

Die einzig relevanten Schwächen: Stärken-Schwächer

Das sind Schwächen, die deine Stärken schwächen und es sind die einzig wirklich relevanten Schwächen! Sie bremsen deine Stärken aus.

Mal angenommen, deine Stärke ist fachspezifisches, zeitgemäßes Marketing-Know-how, für das du wirklich brennst.

Dieses kannst du aber nicht vermitteln, weil du bei Präsentationen oder im Gespräch mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden nervös und unsicher bist und dadurch deine Inhalte einfach nicht überzeugend vermitteln kannst.

Das unsichere Auftreten (=Schwäche) sorgt dafür, dass niemand dein tolles, fachspezifisches Know-how (=Stärke) wahrnimmt.

Die Frage “Was sind meine Stärken?” beantworten wir auch in einem Intensiv-Coaching mit dem Karriere Navigator in Dresden.

Diese Schwächen kannst du vergessen: Kann-ich-nicht-mag-ich-nicht-Schwächen

Das sind – wie der Name schon sagt – die Dinge, die du nicht kannst und nicht magst. Davon gibt es mit sehr, sehr großer Sicherheit eine ganze Menge. Die allermeisten dieser Schwächen spielen in unserem Leben keine Rolle. Außerdem macht es hier auch keinen Sinn, besser werden zu wollen, weil es dir keine Freude bereitet.

Du bist nicht gut, wenn es um das Lernen von Sprachen geht und du brauchst im Moment keine Fremdsprachen, weil Geschäftssprache Deutsch ist? Dann ist diese Schwäche doch völlig egal! Also hör bitte auf, dich mit Menschen zu vergleichen, die fließend drei, vier oder mehr Sprachen sprechen. 

Du brauchst also nicht frei von Schwächen zu sein. Jedoch:

Du solltest darauf achten, dass eine Schwäche nicht deine Stärken bremst.

Mit der folgenden Übung kannst du deine Schwächen systematisch beleuchten und herausfinden, ob du sie weiter beachten musst oder nicht.

 

ANTI-Irrtum-Übung – Damit du deine relevanten Schwächen findest

Deine Aufgabe:

  • Notiere all deine Schwächen.
  • Notiere alles, was dir in den Sinn kommt.
  • Analysiere danach:
  • Welches sind Stärken-Schwächer?
  • Welche sind Kann-ich-nicht-mag-ich-nicht-Schwächen?
  • Nimm dir Stift und Papier.
  • Drücken zählt nicht und “im Kopf machen” auch nicht.
  • Beobachte deine Antworten. Was wird dir klar?

Lass mich wissen, was du Neues oder Bekanntes entdeckst!

Wenn du dir Begleitung bei deiner beruflichen Neuorientierung wünschst oder einfach sinnerfüllter arbeiten möchtest, kannst du hier mehr über mich erfahren und wie ich arbeite.

 

Bild von Vogel

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