Du fragst dich, was du beruflich machen willst? Hier findest du die besten Fragen für ein sinnerfülltes Berufsleben.

 

Wenn ich nicht weiß, was ich will…

Vielleicht hast du gerade üüüberhaupt keine Ahnung, was du willst – schon gar nicht, was du wirklich willst. Womöglich hast du keinen Zugang zu deinen Wünschen und fühlst dich orientierungslos. Vielleicht weißt du nicht mal, was du nicht willst. Und innerlich hörst du immer wieder „Das Leben ist doch kein Wunschkonzert!“.

Das kostet Energie und zermürbt.

 

Das Problem: Der Superhelden-Mythos

Eigentlich ist es nicht kompliziert, nach und nach eine für dich stimmige Antwort auf die Frage „was will ich beruflich machen“ zu finden. Das Problem ist der Superhelden-Mythos!

Viel zu lang hat eine patriarchale Welt uns diesen Superhelden-Mythos verkauft: Ich muss in Superhelden-Manier etwas Großes tun. Am besten die Welt retten. Allein. Mit im Wind wehenden Mantel.

Mööp. So ein Quatsch.

Da ist die Frustration vorprogrammiert. Wir denken, wir wären zu blöd, die EINE große Sache zu finden, die nur wir in die Welt bringen können. Wir denken, es liegt ausschließlich am miesen Mindset oder der schwierigen Kindheit, dass wir es nicht schaffen. Quatsch!

Wir müssen uns verbünden, uns zusammentun, uns anheben, inspirieren, unterstützen um gemeinsam etwas zu bewegen.

 

Anleitung & Tipps

Bevor du dich gleich damit beschäftigst, was du wirklich beruflich willst, gebe ich dir ein paar nützliche Hinweise.

Auch, wenn es um deine beruflichen Themen geht, beantworte die folgenden Fragen immer als ganzer Mensch. Schau auf dein Leben als Ganzes und trenne nicht zwischen Beruflichem und Privatem. So bekommst du einen ganzheitlichen Rund-um-Blick auf dein Leben und das, was dir wichtig ist.

Es gibt keine richtigen und falschen Antworten oder solche die besser als andere sind. Nutze die Fragen als eine Art Messgerät, die zeigen, welche Ideen, Gedanken, Gefühle in dir sind.

Platziere deinen inneren Kritiker auf einem Beobachterposten am Rand. Den inneren Kritiker erkennst du an Sätzen wie: „Das geht doch gar nicht!“, „Davon kannst du nicht leben!“ usw. Er weist damit durchaus auf wichtige Themen hin – allerdings auf etwas brachiale Weise, die du an dieser Stelle nicht brauchst.

Sammle also ganz neugierig und ergebnisoffen deine Antworten.

 

Du kannst auf verschiedene Weisen vorgehen:

  • Lies die Fragen und picke dir die erste Frage heraus, die dich anspringt. Geh mit dieser Frage spazieren und bewege die Ideen dazu in deinem Kopf. Alternativ beantwortest du die Frage schriftlich. Schreibe mindestens 5 Minuten. Du darfst dich wiederholen und das Geschriebene muss sich weder an Rechtschreibung und Grammatik noch irgendetwas anderes halten. Hauptsache, du kannst es lesen.
  • Nimm dir alle Fragen und notiere deine Antworten. Schau danach durch deine Notizen. Was wiederholt sich? Was fällt dir auf?
  • Hier findest du weitere Hinweise, welche Fehler du vermeiden solltest bei der Frage „Was will ich wirklich“.
was will ich beruflich machen?

80+X Fragen um herauszufinden, was ich beruflich will

 

Wie will ich arbeiten?

  1. Wenn ich ganz frei träume, welche Arbeit wünsche ich mir dann?
  2. Was kann ich?
  3. Was kann ich richtig gut?
  4. Wozu fragen mich andere um Rat?
  5. Was fällt mir so leicht, dass ich es fast banal finde, es zu erwähnen?
  6. Bei welchen Tätigkeiten vergesse ich die Zeit?
  7. Worin möchte ich besser werden?
  8. Welche Fähigkeiten oder Kenntnisse möchte ich vertiefen?
  9. Welche Aufgaben würde ich gerne übernehmen?
  10. Wie möchte ich arbeiten? (im Team, allein, als Führungskraft, selbständig…)
  11. Wo möchte ich arbeiten? (Ort, Gegend)
  12. Welche Unternehmen finde ich gut?
  13. Mit wem möchte ich zu tun haben bei meiner Arbeit?
  14. Wie soll mein Arbeitsumfeld sein? (Großraumbüro, Home-Office…)
  15. Was möchte ich mit meiner Arbeit erreichen?
  16. Welche guten Erfahrungen und Erfolge habe ich in meinem Berufsleben gesammelt?
  17. Wie kann ich daran anknüpfen oder sie vermehren?
  18. Welche Arbeit ist sinnvoll für mich?

 

Was will ich nicht?

  1. Was will ich nicht mehr?
  2. Wie möchte ich nicht arbeiten?
  3. Was kann ich nicht und möchte auch nicht besser darin werden?
  4. Was kostet mich Kraft und Überwindung?
  5. Welche Aufgaben gehen für mich gar nicht (mehr)?
  6. Wie will ich nicht arbeiten? Was sind nicht verhandelbare Ausschlusskriterien?
  7. Welche Unternehmen und Branchen kommen für mich nicht in Frage?

 

 

Was wünsche ich mir?

  1. Wie wünsche ich mir für mein Leben?
  2. Was wünsche ich mir für mein Berufsleben?
  3. Welche Sehnsucht taucht immer wieder auf?
  4. Welcher Wunsch begleitet mich schon eine Weile?
  5. Was möchte ich mir erfüllen?
  6. Was will ich wirklich tief in meinem Herzen?
  7. Wenn ich jetzt schon wüsste, was ich wirklich will, würde ich…?
  8. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann würde ich…?
  9. Wenn Zeit keine Rolle spielen würde, dann würde ich…?
  10. Wenn ich mich nicht an die Regeln (von Mutter/Vater/Chef/“die Leute“ usw,) halten müsste, dann würde ich…?
  1. Wenn ich nichts sollte und nichts müsste und ganz frei wäre, dann würde ich…?
  2. Wenn ich jetzt schon wüsste, was richtig für mich ist, würde ich…?
  3. Wenn alles möglich wäre, würde ich …? Was, wenn ich nicht realistisch sein muss?
  4. Wenn ich wüsste, dass es auf jeden Fall klappt und erfolgreich ist, dann würde ich…?
  5. Wenn ich als 80-Jährige auf mein Leben zurückschaue, dann habe ich diese Dinge in meinem Leben getan…?
  1. Wenn ich als 80-Jährige auf mein Leben zurückschaue, dann war ich ein Mensch, der…?
  2. Wenn ich nur noch ein Jahr zu leben hätte, würde ich…?
  3. Wenn ich mir selbst ein guter Ratgeber wäre, dann würde ich mir empfehlen…?
  4. Wenn jemand anders in meiner Situation wäre, würde ich ihm/ihr raten…?
  5. Wenn ich jetzt noch nicht wissen müsste, wie ich da hinkomme, dann würde ich am liebsten…?

 

Wer bin ich?

  1. Wer bin ich?
  2. Was macht mich aus?
  3. Wer wäre ich gern?
  4. Wie wäre ich gern?
  5. Welche Seiten von mir zeige ich noch nicht?
  6. Was weiß ich noch nicht über mich?
  7. Was zählt für mich?
  8. Was ist mir wichtig?
  9. Was war mir früher wichtig? Ist es das noch?

 

Was möchte ich hinterlassen?

  1. Wer und wie möchte ich gewesen sein?
  2. Woran möchte ich mich später erinnern?
  3. Was möchte ich hinterlassen?
  4. Welchen Unterschied möchte ich machen?
  5. Welchen Beitrag möchte ich leisten?
  6. Wodurch möchte ich in Erinnerung bleiben?
  7. Wie möchte ich das Gute vermehren?
  8. Wie kann ich das Gute vermehren?
  9. Was, wenn ich gar nichts Großes leisten muss?
  10. Was, wenn es genügt, eine stimmige Arbeit zu machen?
  11. Was, wenn der Unterschied, den ich in meinem unmittelbaren Umfeld mache, genug ist?

 

Wie werde ich frei?

  1. Was steht mir im Weg?
  2. Was befürchte ich?
  3. Was glaube ich, das ich noch tun muss, bevor ich meinen eigenen Weg gehen kann?
  4. Womit müsste ich aufhören, wenn ich tun möchte, was ich wirklich will?
  5. Worauf müsste ich verzichten, wenn ich beruflich neue Wege einschlage?
  6. Was oder wen musst du hinter dir lassen?
  7. Beruhen meine Antworten auf nachprüfbaren Fakten oder Vermutungen und Spekulationen?
  8. Welche Gedanken tauchen auf, wenn ich darüber nachdenke, was ich beruflich machen will?
  9. Wie werde ich freier, beruflich das zu machen, was zu mir passt?
  10. Was tue ich jetzt schon, was in die richtige Richtung geht?

 

Wie denkt meine Familie über Arbeit?

  1. Wer aus meiner Familie hat mich unterstützt meinen eigenen Weg zu gehen?
  2. Wer aus meiner Familie ist mit sich und seiner/ihrer Arbeit im Reinen?
  3. Gibt es (familiäre) Vorbilder für meinen beruflichen Weg?
  4. Welche beruflichen Überzeugungen gibt es in meiner Herkunftsfamilie? („Erfolg ist alles.“, „Nur Leistung hat einen Wert.“, „Man muss sich eben anpassen.“, „Man muss seine Schäfchen ins Trockene bringen.“…) 
  5. Ermöglichen diese beruflichen Überzeugungen mir meinen eigenen Weg zu gehen?
  6. Wenn alles so bleibt wie es ist, wem aus meiner Familie werde ich damit ähnlicher?
  7. Wessen ausgesprochene oder heimliche Wünsche und Sehnsüchte soll ich erfüllen?

Erkenntnisse

Was ist dir bei der Beantwortung der Fragen aufgefallen?

Welche Themen oder Gedanken sind immer wieder aufgetaucht?

Erwarte bitte nicht, in einer Hauruck-Aktion alle Antworten glasklar vor dir zu haben. Betrachte diese Auseinandersetzung als einen Prozess. Du wirst Schritt für Schritt in deinem eigenen Tempo stimmige Antworten finden. Und diese werden sich verändern, verfeinern, klarer werden.

Bei den Fragen „was will ich beruflich?“ und „wie werde ich frei, das auch zu leben?“ kann ich dir helfen. Falls du dir nicht sicher bist, ob das das Richtige für dich ist, kontaktiere mich einfach. Gern gebe ich dir eine Einschätzung, ob eine Zusammenarbeit für dich sinnvoll ist.

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