„Das ist ja alles schön und gut mit der Zufriedenheit im Job. Aber wie weit soll die Selbstoptimierung denn noch gehen? Überall wird einem gesagt, was man noch besser machen soll, wo man noch toller werden soll. Meine Zeit soll ich managen, meine Stimmung wahrnehmen, Ballast loslassen und sogar fürs richtige Entspannen gibt es Anleitungen. Und jetzt gibt es auch noch den Druck, den richtigen Job zu machen. Wie weit soll denn der Selbstoptimierungswahn noch gehen? Mich stresst das total.“, wandte die Frau nach meinem Vortrag ein.

Bei der Auflistung bekomme ich auch ein Beklemmungsgefühl! Ich will auch kein seelenloser Pappkamerad sein, der sich abstrampelt um nach den Vorgaben anderer immer alles vermeintlich richtig zu machen und zu optimieren was nur geht.

Falls es dir wie meiner Zuhörerin geht und du diese Gedanken kennst, dann habe ich heute zwei Hinweise für dich, die hoffentlich etwas Druck aus diesem Thema nehmen.

Erster Hinweis: Du musst nicht mit dem Strom schwimmen.

Nur, weil alle irgendeinem Geheimrezept hinterherrennen, von dem gesagt wird, dass es in Lebensbereich … (bitte einsetzen: Beruf, Beziehung, Körper usw.) ultimative … verspricht (Freude/ Zufriedenheit/ Geld/ Leichtigkeit usw.), heißt das nicht, dass das der richtige Weg für dich ist.

Du musst nicht mit dem Strom schwimmen. (Ich sage nicht, dass du unbedingt alles anders machen sollst oder dass nicht auch gewisse Anpassungen sinnvoll sind.) Aber besinne dich bitte auf dich selbst und deinen eigenen klugen Kopf.

Zweiter Hinweis: Mach eine Standortbestimmung und werde dadurch konkret.

Das ist absolut essentiell. Du musst wissen auf welchem Boden du stehst, um zu entscheiden, ob du hier bleiben oder gehen möchtest.

Beantworte die folgende Frage: Wie zufrieden bist du mit deiner aktuellen beruflichen Situation? Auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 total unzufrieden und 10 total zufrieden ist. Wo stehst du? Sieben? Vier? Eins?

Nun frage dich: Möchte ich etwas verändern?

Möglichkeit eins: Nein.
Nein ist ok! Und ein Nein ist eine klare Entscheidung für deine aktuelle Situation.

Möglichkeit zwei: Ja.
Ok, welche Hebel kannst du dann in Bewegung setzen, um deinen Job passender, sinnvoller, erfüllender … zu machen?

Hierbei geht es nicht darum, dem Bild eines guten Jobs zu entsprechen, das andere haben. Es geht nicht darum, dein Berufsleben auf Teufel komm raus zu perfektionieren. Es geht darum, dass dein Berufsleben sich stimmig in dein übriges Leben einpasst. Finde heraus, wie du dich beruflich einbringen möchtest und bestimme, ob du das jetzt schon tust oder noch nicht.

Oder mit den Worten Virginia Satirs: „Wir dürfen uns nicht durch die begrenzten Vorstellungen anderer Leute definieren lassen.“.

 

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Maria Ehrenberg berät als Expertin für Karrierefragen Sinnsucher, Tieftaucher und Querdenker wie sie ein erfüllendes Berufsleben führen können. Dabei ist ihr wichtig, dass ihre Kunden nicht nur Luftschlösser bauen, sondern ihre Pläne freudvoll umsetzen.

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