Wie du als Selbständige deinen Arbeits-Sumpf verlässt und warum dir das NICHTS dabei hilft

Maria Ehrenberg Karriere Business Coaching

Stunden bist du nun schon unterwegs, vielleicht auch schon Tage oder Wochen. Wie lange genau, weißt du nicht.

Du hast den Überblick verloren.

Du watest durch schmierigen Morast. Jedes Mal, wenn du einen Fuß hebst, um einen Schritt voran zu gehen, klebt hässlicher Matsch daran.

Mit einem schmatzenden Geräusch setzt du deinen Fuß ein kleines Stückchen weiter wieder auf. Der Boden gibt nach und saugt deinen Fuß langsam ein.

Du musst schnell sein, damit du nicht versinkst.

Am Himmel braut sich es sich zusammen. Dein Herz klopft. Dicke Gewitterwolken berühren fast den Boden.

Du musst schnell sein, eine Unterkunft finden, ein Dach über dem Kopf. Doch es ist nichts zu sehen.

Du musst weiter. Schnell.

Der morastige Boden schnappt nach deinen Füßen. Du gehst einen mühevollen Schritt weiter, wuchtest deinen Körper nach vorn.

Wohin eigentlich?

Die Anstrengung lässt dich schwer atmen. Du versuchst, mehr Luft in deine Lunge zu bekommen.

In deinem Kopf ist nur ein Gedanke: Weiter. Ich muss weiter. Schnell.

In der Ferne grummelt und kracht es. Riesige Regentropfen prasseln auf dein Gesicht.

Als du aufwachst, brauchst du eine Weile, um dich zu orientieren.
Ah, nur geträumt! Erleichterung.

Du schüttelst den seltsamen Traum ab und möchtest nicht mehr daran denken.

Was, wenn dieser Traum und deine Selbständigkeit etwas gemeinsam haben? Vielleicht nur ein bisschen, vielleicht große Teile?

Du bist mit großen Plänen gestartet und nun auf dem harten Boden der Realität angekommen.

Führst du deine Geschäfte mit Leichtigkeit? Oder fühlt sich jeder Schritt schwer an?

Kennst du dein Ziel, deine Richtung?

Weißt du, für wen du unterwegs bist und wie du Nutzen stiften kannst?

Sorgst du dafür, auf einem für dich guten Weg zu reisen? Und wenn du anderen hilfst, lässt du dir selbst auch helfen oder glaubst du, du musst es allein schaffen?

Mal ehrlich: Wieviel Kraft steckst du in dein Business und wieviel kommt raus? Macht dir dein Business gerade Freude? Hat das noch etwas damit zu tun, warum du dich mal selbständig gemacht hast?

Irre nicht länger umher. Schaff Klarheit.

Raus aus dem Sumpf.

So kommst du raus aus Überforderung und Orientierungslosigkeit.

Das sind die Schritte für eine entspannte Selbständigkeit

1. Anti-Überforderungs-Auszeit

Wenn du dich aktuell überfordert und orientierungslos fühlst, dann ist es absolut notwendig, erst einmal NICHTS zu tun.

Ja, nichts, denn im Zustand der Überforderung kannst du nichts Wegweisendes, Wichtiges und Kreatives schaffen.

Dieses Nichts sieht so aus: Nimm dir mindestens einen ganzen Tag Auszeit. Besser wäre natürlich noch mehr Zeit. Allein.

Schreibe vorher deinen ganzen Gedankenwust auf ein Blatt Papier. Dieses parkst du dann in einer Schublade deiner Wahl. Du nimmst es NICHT mit.

Alles was du dort aufgeschrieben hast, kennst du schon. Du möchtest ja neue Ideen und frische Gedanken.

Und nun: Raus, geh dorthin wo es schön ist und du dich wohlfühlst. Einige Beispiele: raus in die Natur, Sauna und Wellness, ein tolles Café. Sieh dir andere Dinge an, koste unbekannte Leckereien, tu etwas Neues, überrasche dich selbst.

Lass deinen Kopf durchpusten und versuche mal einen Tag lang nicht auf die übliche verbissene Weise deine Probleme zu lösen.

Geh erst wieder an deine Arbeit, wenn du dich klar fühlst.

2. Ziel-Fokus

Mach dir dein Ziel klar. Was möchtest du erreichen?

Das erscheint dir gerade zu groß, zu erdrückend? Dann mach es dir einfach: Was ist dein Ziel für die nächsten drei Monate? Was hast du dann geschäftlich erreicht? Wieviele neue Kunden? Ein neues Produkt gelauncht?

3. Arbeitspakete

Welche einzelnen Schritte musst du gehen, um dieses Ziel zu erreichen? Zerlege dein Geschäftsziel in kleinere Pakete.

Mal angenommen, du hast das Ziel schon erreicht (also x neue Kunden für Programm y gewonnen, neues Programm Z konzipiert und einen ersten Testkunden gewonnen usw.).

Blicke zurück und frage dich: Welche Schritte waren dafür nötig?

Beispiel: ein Tag Auszeit, Entscheidung treffen für das 3-Monatsziel, Austausch mit KollegInnen und Business-Buddy oder Erfolgsteam, jeden Tag konsequente Ausrichtung auf dieses Ziel und Arbeit daran, relevanten Content erstellen, mit Interessenten sprechen usw. usf.

4. Tun

Denkst du nun „Schlau geschrieben, aber für mich gilt das nicht.“?

Tu doch einfach mal so als ob das auch für dich funktionieren könnte. Du hast doch nichts zu verlieren!

Warte nicht auf den „richtigen“ Tag deinen Arbeits-Sumpf zu verlassen oder einen motivierenden Spruch auf einem Yogitee-Etikett, der dir signalisiert, dass die Zeit reif ist.

Denken und Wünschen bescheren dir keine romantisch-entspannte Selbständigkeit.

Und wenn der Sumpf wieder lockt, dann hol dich zurück auf deine Spur oder sorge dafür, dass andere es mit dir tun.

Was wirst du noch heute für deinen Erfolg tun? (Eine Anti-Überforderungs-Auszeit festlegen?!)

 

Maria Ehrenberg ist begeisterte Karriere- und Business-Coach. Ihre Leidenschaft ist es, Menschen, mit dem, was sie beruflich tun, zum Strahlen zu bringen. Erfahre hier mehr.

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