Dranbleiben statt Hinschmeißen – 8 Survival-Techniken gegen Überforderung im Business

Es geht gerade gar nichts mehr? Du bist total blockiert und ein fieser Gedankensturm wirbelt durch deinen Kopf?

Jeder Selbständige kennt das: Es gibt Zeiten, da geht gerade gar nichts mehr.

Im Kopf herrscht Chaos und obwohl Termine näher rücken und du dein Geschäft voran bringen müsstest, du Kunden gewinnen müsstest, bringst du nichts Brauchbares zustande.

Alle Kreativität ist aus dir gewichen wie der Geschmack aus einem mehrfach aufgebrühten Kaffeepad.

Schlimmer noch: du fühlst dich blockiert, gestresst und befürchtest wahlweise in einem Meer aus To Dos zu ersaufen oder zu verarmen.

Ich habe schon bei einigen Selbständigen erlebt, dass sie an dieser Stelle hinschmeißen.

Das ist schade. Vor allem dann, wenn dein Geschäft eine Herzensangelegenheit ist und du einen wirklichen Mehrwert damit schaffst. Ich gehe davon aus, dass du mit deiner Dienstleistung einen Unterschied im Leben deiner Kunden machst.

Mit diesem Chaos in Herz und Kopf kannst du dein Geschäft nicht führen. Du kannst schlichtweg nicht sinnvoll handeln, wenn du von diesem Quark bestimmt wirst.

Darum habe ich dir eine Liste mit 8 Survival-Techniken erstellt.

Diese Maßnahmen helfen dir schnell, wenn du dich JETZT überfordert fühlst.

Darum findest du hier keine Hinweise zur Veränderung deines Mindsets oder strategische Fragen zu deinem Business und Marketing. Diese Themen sind sehr wichtig und du solltest dich auf jeden Fall darum kümmern.

Aber wenn du dich jetzt überfordert und gestresst fühlst, bist du nicht in der Lage, dich zu fragen, ob du die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe schon verstanden hast und dein Angebot wirklich ihr Problem löst.

Also: Ziel Nummer eins ist es jetzt, dich raus aus der Überforderung zu holen.

Die 8 Survival-Techniken gegen Überforderung im Business

1. Mach eine Pause

Geh raus aus der aktuellen Situation. Mach eine Pause.

Hier nochmal Klartext, falls du denkst, diese Technik gilt für dich nicht: Mach. Eine. Pause. Sofort.

Wenn du sogar chronisch gestresst bist, kaum noch durchatmest, dann plane eine längere Auszeit. Doch. Die brauchst du. Definitiv.

Schau mal, was möglich ist, wenn du dich ein paar Tage aus Allem raus nimmst.

Die Alternative wäre, weiter zu machen wie bisher – wie eine Laborratte auf Drogen, die sich hochtourig abrackert, um das „Spiel“ zu verstehen und den Ausgang zu finden. Im Rattenmodus kannst du nicht gewinnen.

Das ist nicht wirklich eine Alternative, oder?

2. Geh spazieren

Raus an die frische Luft. Ein Park und Grünzeug ist klasse. Aber auch ein paar Schritte, die du in urbaner Schönheit wandelst, bringen dich auf andere Gedanken.

Nimm ganz bewusst wahr, was du hier siehst, riechst, hörst. Wie fühlt sich der Gehweg unter deinen Füßen an? Welche Geräusche hörst du? Wie duftet die Luft jetzt?

3. Beschäftige deine Sinne: Hör gute Musik. Laut!

Dreh Musik auf, die dich in eine gute Stimmung bringt.

Verlass deinen Arbeitsplatz und wackel mit der Hüfte, schwing das Tanzbein, wirbel zu den Beats durch dein Büro.

Mach das mindestens drei Songs lang. Fortgeschrittene singen sogar mit.

Du kannst dir auch vorsorglich eine Liste mit geeigneter Musik zusammenstellen oder auf Youtube als Playlist anlegen.

4. Triff jemanden zum Mittagessen.

Erstens ist Essen gut. Es hält dich am Leben und ich wette, du nimmst dir nicht oft Zeit für ein richtiges Mittagessen (ohne parallel noch „Kleinkram“ zu erledigen, einem Webinar oder Podcast zu lauschen oder Videos von Motivationsgurus anzuschauen).

Zweitens ist gemeinsames Essen noch besser. Verabrede dich mit einem Freund oder einer Kollegin zum Essen.

Du bekommst automatisch neue Impulse und bleibst nicht in deiner Gedankenwolke hängen.

Melde dich gerne bei mir. Das ist nämlich auch meine Baustelle.

5. Mach dir einen Termin für Körperarbeit.

Das bringt dich raus aus dem Kopf. Über Körperwahrnehmung kannst du Gewohnheiten, die dich begrenzen, stoppen und lernen mit den Stürmen des Lebens (die es ja nun einmal gibt) besser umzugehen.

Hier findest du die Website von Britta Günter einer wirklich empfehlenswerten Praktikerin für KörperArbeit und Lernprozesse nach der Grinberg Methode in Dresden.

6. Meditiere. Sei achtsam.

Stell dich auf stumm und lass den Sturm im Kopf einfach da sein.

Solltest du Meditationsanfänger sein: Meditieren bedeutet nicht, dass du nicht denken darfst.

Es bedeutet lediglich, die Gedanken nicht aktiv zu denken, sondern zu beobachten, vorbeifliegen zu lassen wie Wolken am Himmel. Du wirst merken, dass nicht jeder Gedanke wichtig ist und du nichts verpasst, wenn du sie vorbeiziehen lässt.

Achtsamkeit ist auch für total areligiöse Menschen geeignet.

Mittlerweile ist die positive Wirkung von Achtsamkeit auch wissenschaftlich belegt. Weitere Infos zu MBSR (Mindfulness based stress reduction/ Stressreduktion durch Achtsamkeit) findest du hier.

Wenn es richtig schnell gehen soll, kannst du auch einfach eine geführte Meditation auf Youtube heraussuchen.

7. Kontaktiere deine Business-Buddy

Dein Business Buddy ist auch selbständig und ihr unterstützt euch auf eurem Weg. Dein Buddy will dich so sehr erfolgreich sehen wie sich selbst.

Sie ist eine Gleichgesinnte, die dir Feedback gibt, dich kritisch hinterfragt und dir in den richtigen Momenten einen (wertschätzenden) Tritt in den Hintern verpasst. (Ich weiß, „wertschätzender Tritt in den Hintern“ klingt komisch. Ist aber so.)

Buddys sind Arbeitsteams. Von Treffen zu Treffen setzt jedes Teammitglied entsprechend seines Plans einzelne Schritte um.

Beim nächsten Treffen berichtet man den anderen über die Fortschritte, man hilft sich gegenseitig bei schwierigen Schritten, man erinnert sich an die gesetzten Ziele, man feiert gemeinsam kleine und große Erfolge.

Auch in Momenten der Überforderung ist deine Business-Buddy für dich da. Du musst dich nur öffnen und mitteilen.
Meine wundervolle Business-Buddy Silvia Heimburger hat mir schon aus einigen Tälern mit ihrem liebevollen Lösungsblick herausgeholfen.

Glaub mir, wenn du aus dem Loch wieder draußen bist, sieht es gar nicht mehr so tief aus.

8. Kontaktiere dein Erfolgsteam oder dein Mastermind

Ein Erfolgsteam oder Mastermind funktioniert ähnlich wie die Business-Buddy-Partnerschaft, aber in der Gruppe.

Das hat den Vorteil, dass du immer verschiedene Perspektiven deiner Kollegen bekommst.

Du kannst entweder selbst zusammen mit anderen UnternehmerInnen ein Mastermind gründen. Oder du schließt dich einer geführten Gruppe an.

Bei geführten Programmen gibt es eine vorgegebene Struktur und meist auch Trainingseinheiten zu relevanten unternehmerischen Themen.

Für mich selbst waren und sind solche Programme Gold wert und sie haben mir geholfen, mich konsequent für meine Ziele einzusetzen.

Ich kenne den Wachstumsschub, den solche Masterminds auslösen. Darum biete ich auch sehr bald eines an. Es wird eine aufregende Reise in der inspirierenden Gemeinschaft anderer Selbständiger.

Akut oder chronisch überfordert?

Wenn du wieder klar im Kopf bist und der Gedankensturm sich gelegt hat, solltest du dir diese Fragen stellen:

1. Frage dich: Bin ich akut oder chronisch überfordert?

Zunächst einmal solltest du dich fragen, ob du erst kurze Zeit durch diese Überforderung gelähmt bist oder ob sie schon länger anhält oder es vielleicht nie anders war.

2. Frage dich: Tue ich das Richtige auf die richtige Weise?

Hat dich eine „chronische Überforderung“ im Griff, solltest du dich ganz grundsätzlich mit deinem Geschäft auseinandersetzen.

Wie du sicher auch schon bemerkt hast: Hier stimmt etwas nicht.

Das was du tust, die Art wie du es tust und wie du damit umgehst – Das alles passt noch nicht.

Sprich mit anderen darüber, hole dir Empfehlungen ein, wer dir helfen kann, dein Business entspannter zu führen.

 

Du weißt immer noch nicht, was dir weiterhilft? Geh bitte zurück zu Punkt 1. Nicht nur lesen. Machen! ;)

Welche Technik bringt dir wieder einen klaren Kopf? Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

Maria Ehrenberg ist begeisterte Karriere- und Business-Coach. Ihre Leidenschaft ist es, Menschen, mit dem, was sie beruflich tun, zum Strahlen zu bringen. Erfahre hier mehr.

7 Comments

  • Jutta Beyer

    Reply Reply 28. Oktober 2017

    Hallo liebe Maria,
    eine gute Auswahl der „Survival-Techniken“. Das ist sicher bei jedem unterschiedlich, ich gehe auch am liebesten raus an die frische Luft :-)
    Viele Grüße
    Jutta

    • Maria Ehrenberg

      Reply Reply 31. Oktober 2017

      Liebe Jutta,
      ja, frische Luft und ein Spaziergang bringen auch wieder Bewegung in die Gedanken.
      LG Maria

  • Kiwi Pfingsten

    Reply Reply 1. November 2017

    Sehr schöner Artikel, knackiger Tital, Maria! Und sehr alltagsrelevante und wichtige Tipps, die man nicht vergessen sollte, wenn man sich nicht im eigenen Business verlieren will.

    Herzliche Grüße,

    Kiwi

    • Maria Ehrenberg

      Reply Reply 2. November 2017

      Danke dir!

  • Die Freiberuflerin

    Reply Reply 4. November 2017

    Ein toller Beitrag, den ich so nur unterschreiben kann. Vor allem „weg von der Arbeit“ – egal auf welchem Wege – ist bei mir persönlich immer der Schlüssel zum erfolgreichen Weitermachen!

    • Maria Ehrenberg

      Reply Reply 4. November 2017

      Genau! Verrückt, dass man erstmal weg von der Arbeit muss, um wieder schwungvoll-kreativ weiterwerkeln zu können. Und umso besser, wenn wir dann im richtigen Moment dran denken.

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