Die unbequeme Wahrheit über sinnvolle Jobs

sinnvolle Jobs

 

 

Träumst du manchmal davon, einen sinnvolleren Job zu machen? Am liebsten würdest du das „Große Buch der sinnvollen Arbeit“ aufschlagen und dir einen passenden Eintrag aussuchen?

Es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen, aber es gibt keine Liste mit sinnvollen Jobs, aus denen du dir nur einen aussuchen müsstest und alles wäre geregelt.

Warum? Ein Job, so wie alles andere auch, kann nicht an sich Sinn haben. Es ist die Bedeutung, die du deinem Job gibst, die ihn sinnvoll macht.

Kennst du das? Eine Kollegin geht bei der Arbeit total auf, ist mit Freude dabei, richtig begeistert und vergisst bei ihren Aufgaben alles um sich herum. Warum engagiert sie sich so? Weil sie ihre Arbeit als sinnvoll empfindet.

Und was ist Sinn?

Sinn ist laut Wörterbuch unter anderem die „innere Beziehung zu etwas“, die „Bedeutung“. Richtig interessant wird es, wenn man sich anschaut, woher das Wort kommt. Ursprünglich bedeutete Sinn eigentlich „Gang, Reise, Weg“, „eine Richtung nehmen, eine Fährte suchen“.

Das ist doch spannend! Hier wird schon deutlich, dass Sinn nichts Festes ist, sondern eher mit einer Reise, einer Suche zu tun hat. Sinn ist also nicht das Ziel, sondern der Weg.

Sinn ist eine Zuschreibung.

Was gibt es noch über Sinn zu sagen? Sinn ist subjektiv. Und das was wir als sinnvoll empfinden, kann und darf sich verändern. Ein Sinneswandel ist absolut ok!

Denk einmal an die Zeit vor zehn oder zwanzig Jahren. Was hast du damals als sinnvoll empfunden? Findest du das heute noch sinnvoll? Schmunzelst du darüber oder vermisst du es? Wie hat es damals dein Handeln und dein Leben beeinflusst?

Vielleicht fragst du nun: Was ist denn mit den ganzen sozialen und helfenden Berufen? Sind die etwa nicht sinnvoll?

Ein klares Jein! Denn sinnvolle Arbeit kann zweierlei sein:
1.    das, was gesellschaftlich als sinnvoll betrachtet wird und
2.    das, was individuell als sinnvoll erlebt wird.

Natürlich gibt es eine gesellschaftlich vorherrschende Ansicht dazu, was eine sinnvolle (und gesellschaftlich wichtige) Tätigkeit ist. Hier werden bspw. Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer usw. genannt.
Das bedeutet aber nicht, dass Menschen, die diese Jobs machen, ihren Job automatisch auch sinnvoll finden.

Du musst nicht in den sozialen Bereich wechseln, Ärztin werden oder bei einer Non-Profit-Organisation arbeiten, um dein Berufsleben sinnvoll zu finden. Auch ein Job als Marketing Manager, Vertriebler oder Teamassistenz kann sinnvoll sein.

An dieser Stelle bist du selbst gefragt. Nur du kannst entscheiden, welchen Sinn du deiner Arbeit gibst.

So findest du sinnvolle Tätigkeiten

Bei welchen Tätigkeiten hast du das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun? Denk hier an Aufgaben aus deinem aktuellen oder früheren Jobs. Notiere alle Tätigkeiten, die dir einfallen. Nichts ist zu „groß“ oder zu „klein“.

Falls es dir schwerfällt, sinnvolle Tätigkeiten zu finden, gehe so vor: Stell dir vor, ein Wissenschaftler untersucht dein Berufsleben. Er hat ein Mittel, dass sinnvolle Momente grün einfärbt. Im Labor kann er sich unter dem Mikroskop dein Berufsleben genau anschauen und die grün leuchtenden sinnvollen Tätigkeiten ganz leicht finden.

Was sieht er da? Wie viel grünes Leuchten sieht er? Wodurch wird dieses Leuchten hervorgerufen?

Herzliche Grüße ins Labor und viel Freude beim Forschen!

 

Maria Ehrenberg berät als Expertin für Karrierefragen Sinnsucher, Tieftaucher und Querdenker wie sie ein erfüllendes Berufsleben führen können. Dabei ist ihr wichtig, dass ihre Kunden nicht nur Luftschlösser bauen, sondern ihre Pläne freudvoll umsetzen.