Der rote Faden – Eine Anleitung, wenn du unzufrieden im Job bist

Geht es dir auch häufig so, dass du im „Machen-Modus“ bist? Immer einfach weitermachen ohne dir eine Verschnaufpause zu gönnen?

So wie dir geht es Vielen, denn das tägliche Jonglieren eines halbherzigen Jobs, der Familie und dem, was das Leben sonst so bietet, verlangt einiges.

Die Kehrseite ist die Gefahr, einfach immer so weiterzumachen, das gemütliche Elend zu verfestigen und nichts aus dem Vergangenen zu lernen.

Unzufrieden im Job? Dann finde den roten Faden!

Gerade, wenn du unglücklich mit deiner beruflichen Situation bist oder du deine Unzufriedenheit nicht richtig greifen kannst, solltest du dich auf die Suche nach deinem roten Faden machen.

Mit dem roten Faden kannst du dich selbst besser verstehen und deinen bisherigen Weg würdigen. Durch den Blick zurück erkennst du Muster und du vermeidest, dieselben Fehler wieder zu machen.

Schließlich kannst du dich leichter auf etwas Neues ausrichten, wenn du weißt woher du kommst und wo du stehst. Und du kannst bewusst das nutzen, was dir schon in der Vergangenheit geholfen hat.

Was ist der rote Faden?

Der rote Faden ist ein Thema oder ein Muster, das sich durch dein Berufsleben zieht.

Interessant ist es dabei, dir deinen beruflichen Werdegang phasenhaft vorzustellen. Zum Beispiel könnte die Zeit bei Firma X eine Phase sein, die bei Firma Y dann eine zweite Phase. Oder die Zeit in Stadt X ist eine Phase, die Zeit in Stadt Y eine zweite Phase usw.

Wenn du auf dein Berufsleben schaust, kann es natürlich sein, dass du noch ganz andere Kriterien entdeckst anhand derer du diese Phasen bildest.
Das was die verschiedenen Phasen gemeinsam haben, ist dein roter Faden.

Hier ein paar mögliche rote Fäden:

  • Du wechselst immer wegen einem höheren Gehalt den Job
  • Dich reizt das Neue und wann immer du die Gelegenheit hast, Neues zu lernen, tust du es
  • Durch günstige Gelegenheiten und gute Kontakte ergeben sich immer wieder berufliche Entwicklungsmöglichkeiten (neue Jobs, Beförderung, neue Aufgaben)
  • Du machst einfach den Job den du bekommst
  • Du traust dich nicht dein Können zu zeigen und stapelst tief aus Angst davor unbescheiden zu wirken
  • Nach einer Weile fühlt sich jeder Job sinnlos an, egal was es ist
  • usw.

 

Damit du dir die Übung besser vorstellen kannst, ist hier ein Beispiel für die beruflichen Phasen, was sie geprägt hat und was der rote Faden ist.

So kannst du schnell deinen roten Faden finden:

Schritt 1:

Plane 30 Minuten Zeit ein, nimm ein Blatt Papier und trage auf einem Zeitstrahl die Phasen deines Berufslebens ein. Notiere spontan, was die jeweilige Phase geprägt hat. Schau dann, was die Phasen gemeinsam haben.

Wenn du auf diesen roten Faden schaust: Was ist meine wichtigste Erkenntnis?

Schritt 2:

Frage dich: Möchte ich den roten Faden so weiterspinnen? Was möchte ich beibehalten, was nicht?

Falls du nicht direkt einen roten Faden erkennen kannst, tu dies:

Leg deine Notizen zur Seite und schau später mit einem frischen Blick wieder darauf.

Oder sprich mit jemandem darüber! Erzähl jemandem, dem du vertraust, von dieser Übung und sucht gemeinsam den roten Faden. Im Gespräch kann sich der rote Faden vor euch entwickeln. Dann brauchst du nur noch zuzugreifen. Wenn du mit mir gemeinsam deinen roten Faden finden möchtest, dann melde dich doch für ein Kennenlerngespräch an.

Viel Freude bei deiner Analyse und dem Finden deines roten Fadens!

 

Maria Ehrenberg berät als Expertin für Karrierefragen Sinnsucher, Tieftaucher und Querdenker wie sie ein erfüllendes Berufsleben führen können. Dabei ist ihr wichtig, dass ihre Kunden nicht nur Luftschlösser bauen, sondern ihre Pläne freudvoll umsetzen.