Bist du erfolgsblind?

Kannst du deine Erfolge aus dem Effeff benennen?

Ja, ich weiß, ich falle hier mit der Tür ins Haus.

Doch es ist so wichtig, dass du deine Erfolge benennen kannst. Ohne falsche Bescheidenheit und ohne marktschreierische Übertreibung.

Wenn du es nicht tust, wer dann?

Erwarte nicht von deinem jetzigen Chef oder dem Personaler im Bewerbungsgespräch, dass er deine Erfolge einfach so aus deinen Bewerbungsunterlagen herausliest. Du musst es schon selbst formulieren – klar und nachvollziehbar.

Ich weiß, dass das gerade für leise, bescheidene Menschen, denen Fakten wichtiger als Selbstdarstellung ist, eine echte Herausforderung ist.

Immer wieder kommen Kunden mit diesem Thema zu mir, weil sie hier feststecken.

Sie möchten ihren Job wechseln oder sich in ihrem Job weiterentwickeln, mehr Verantwortung oder andere Aufgaben übernehmen.

Sie können zwar einen adretten Lebenslauf schreiben, aber es fällt ihnen schwer, ihre beruflichen Erfolge in Worte zu fassen.

In einer dunklen Ecke ihres Kopfes glauben sie außerdem, nichts Besonderes geleistet zu haben oder denken, dass der Bereich in dem sie arbeiten zu speziell ist, um ihn anderen verständlich zu vermitteln.

Und grundsätzlich stimmt es ja, dass es sehr spezielle Arbeitsbereiche gibt. Auch hier helfe ich Kunden, ihre Berufserfahrung in allgemeinverständliche Worte zu übersetzen.

Heute möchte ich dich teilhaben lassen, wie ich mit meinen Kunden an das „Erfolgsproblem“ herangehe.

Ich stelle ihnen gezielte Fragen, die das zunächst schwammig wirkende „Erfolgsding“ sofort greifbarer machen. Wir dröseln das große Thema in Einzelaspekte auf.

So kann das auch für dich funktionieren.

Beantworte die folgenden Fragen schriftlich. Ich bin ja ein großer Fan des Aufschreibens. So hast du das Ergebnis schwarz auf weiß und „die Gedanken sind aus dem Kopf“.

 

Vier Fragen gegen Erfolgsblindheit

1. Welches konkrete „Ereignis“ betrachte ich als einen Erfolg?

Beispiel: Aufbau einer neuen Marktforschungs-Abteilung

 

Eine weitere wilde Mixtur an Beispielen:

  • Übernahme eines neuen Verantwortungsbereichs
  • Beteiligung an einer Umstrukturierung/Change-Prozess
  • Regelmäßige oder einmalige Großprojekte
  • Organisation von Veranstaltungen/Kongresse/Workshops
  • Teilnahme an Weiterbildungen
  • Interdisziplinäres Arbeiten an einem Thema
  • Arbeiten in einem internationalen Team
  • Projektarbeit an einem schwierigen Thema
  • Mitarbeit in Gremien
  • Repräsentative Aufgaben
  • Aufgaben, die mit einem großen/besonderen/außerplanmäßigen Budget zu tun hatten
  • Organisation einer Publikation
  • Aufgaben, bei denen der Zeitfaktor schwierig war (wenig Zeit für die Organisation o.ä.)
  • Wechsel in eine andere Branche
  • usw.

2. Was war die größte Herausforderung dabei?

Beispiel: Es mussten Grundlagen und Standards geschaffen werden. Es musste ermittelt werden, welchen Bedarf und welche Möglichkeiten es bei Kunden und intern im Unternehmen gibt.

3. Was macht das zu einem Erfolg?

Beispiel: Das Budget war recht klein und die Abteilung sollte sich innerhalb von zwei Jahren finanziell selbst tragen.

4. Was war das konkrete Ergebnis?

Beispiel: Funktionierende Marktforschungsabteilung mit drei Mitarbeitern und klaren Abläufen, die einerseits als interne Serviceabteilung aufgestellt ist, schnell auf Anfragen reagieren kann und als kompetenter Ansprechpartner für Kunden auftritt.

Beende deine Erfolgsblindheit. Finde drei bis fünf solcher Erfolge. Und sprich darüber. :)

Viel Freude beim Bearbeiten der Erfolgsfragen!!

Wie du an einem Sonntagnachmittag deinen öden Job hinter dir lässt, erfährst du in diesem Workbook.

Dolce Vita und Auf Nimmerwiedersehen, Chef!

In der Sonne brutzeln und nebenbei dem Job Ade sagen geht nicht zusammen?

Und ob das geht! Auf leichte und spielerische Art.

Mit diesem knackigen Workbook, das Arbeit und Vergnügen verbindet. Hier kannst du es dir heunterladen und direkt loslegen. Du musst nicht bis zum Sonntag warten.

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